Virtuelle und erweiterte Realität (VR/AR) beim Fußball

Was ist virtuelle, und was erweiterte Realität?

Virtuelle Realität, ein Begriff, der den meisten mittlerweile schon bekannt ist, bezeichnet eine computergenerierte Realität, die zum Ziel hat, die Nutzer in eine andere, virtuelle Welt anzulocken. Diese Art von Realität wurde meistens durch das Aufkommen der Computerspiele popularisiert und schließt ebenfalls die weitverbreitete VR-Headsets und Ausrüstung mit ein.

Andererseits ist das Paradebeispiel für die erweiterte Realität, also Augmented Reality, das moderne Spiel „Pokemon Go“. Der Unterschied ist, dass bei der erweiterten Realität die reale Welt durch die Kamera auf dem Bildschirm durch bestimmte digitale Inhalte ergänzt wird. Weitere Anwendungsbereiche der erweiterten Realität finden sich auch in Autos und zwar in Form eines Head-Up Displays – aber neulich immer mehr auch in der Welt der Casinos und Glücksspiele. Doch werden virtuelle und erweiterte Realität auch unser Sporterlebnis verändern?

VR und AR beim Fußball

Die Art und Weise, wie wir den Fußballspielen zuschauen und sie erleben werden, verändert sich rapide. Mittlerweile sind alle Spiele auf unterschiedlichsten Geräten jeder Zeit aus jedem Winkel zugänglich, doch dieses Erlebnis kann noch ein Stückchen weiter geführt werden. Es wird intimer, als es je zuvor war, und dafür ist der virtuellen Realität zu danken.

Diese Revolution hat schon begonnen. Im Februar dieses Jahres hat der Wireless Provider Verizon einer begrenzten Zahl seiner Arbeiter ermöglicht, den Super Bowl II mithilfe einer 5G Technologie zu erleben. Dieses Beispiel wird bald nicht das einzige sein. Die Zusammenarbeit zwischen der NFL und Oculus Rift wird den Fußballfans bald ermöglichen, ein Spiel direkt vom Spielplatz zu erleben und mithilfe der dreidimensionalen holographischen Modellen wird das ganze Erlebnis auf ein neues Niveau aufgehoben.

In dieser Revolution ist NFL nicht allein, denn andere große Sportorganisationen haben sich den neuen Ideen angeschlossen. Im letzten Sommer hat BBC eine App entwickelt, die den Nutzern ein Erlebnis des World Cups aus der virtuellen Realität ermöglichte. Die Nutzer konnten ihre eigenen Kamerawinkel wählen und auf einen bestimmten Spieler klicken, um Informationen über ihn zu bekommen.

Die Reichweite der virtuellen und erweiterten Realität endet hier nicht. Diese Technologie kann ebenfalls dazu gebraucht werden, die Sicherheit der Spieler bei den Spielen zu verbessern. So hat SyncThink die neue Technologie für Screenings bei einer Verletzung entwickelt. Auf diese Weise kann man die Erholung eines Sportlers sowie seine Bereitschaft, wieder zu spielen, messen.

Außerdem können VR und AR Programme beim Training der Sportlers in Gebrauch kommen. Der beste Weg dafür ist den Fußballspielern zu helfen, den Spielplatz zu visualisieren und so das eigene Spiel zu verbessern. Es ist viel leichter, zu trainieren, wenn man sich vorstellen kann, wie das Spiel aussehen und sich entwickeln sollte. So können die Sportler im Voraus lernen, wie sie am besten reagieren können. Darüber hinaus bieten die VR und die AR die Möglichkeit, das Werkzeug zum Training bei sich zu haben, auch wenn man sich nicht auf dem Sportplatz befindet – also beim Reisen, im Hotel oder zu Hause. Eine Studie hat gezeigt, dass die NFL-Spieler, die diese Technologien eingesetzt haben, ihre Techniken im Spiel um 30% verbessert haben.

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